Buße

Als Buße wird die Abkehr von der Sünde und die Zuwendung zu Gott bezeichnet. Diese Umkehrbewegung geschieht nicht aus eigener Kraft, sondern folgt einem Ruf Gottes, der uns Menschen mit einem Gewissen und der Fähigkeit der Unterscheidung zwischen Gut und Böse ausgestattet hatte.

Im Laufe der Kirchengeschichte gab es verschiedene von der Kirche auferlegte Bußformen (öffentliche Buße; geheime Buße; Buße, die nur einmal im Leben möglich war) und unterschiedliche Häufigkeit der Beichtpraxis der Gläubigen (von einmal im Leben bis zur täglichen Beichte).

Nach der Lehre des zweiten vatikanischen Konzils ist die Buße ein ständiger Vorgang im Leben des Christen. Obwohl wir als Abbild Gottes grundsätzlich gut sind – und Gott sah, dass der Mensch sehr gut war (Gen 1,31), sind wir als freie Wesen im gleichen Maße fähig ebenfalls Böses zu tun, sogar sich von Gott dem Schöpfer abzuwenden.

Das Bußsakrament – die Beichte – schenkt dem getauften Christen, der seine Schuld bereut und sie vor dem Priester bekennt, die Vergebung seiner Sünden. Die Zusage Gottes aus dem alttestamentlichen Buch Jesaja kann uns dazu ermuntern: Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Purpur, soll sie doch wie Wolle werden (Jes 1,18).